Rasen

Grüne Wiese - So gelingt der perfekte Rasen

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Der Rasen ist die grüne  Oase  Ihres Gartens und nimmt auch häufig einen Großteil desselbigen ein. Er bedarf weniger Pflege als die Intensivbegrünung eines Beetes, aber dennoch muss auch Ihr Rasen gepflegt werden.

Bei einem frisch angesäten Rasen ist es immer wieder verwunderlich, dass die Unkräuter schneller in strahlendem Glanz erscheinen als der eigentliche Bewuchs, das Gras. Das liegt daran, dass sich in jedem Boden, Samen einjähriger Unkräuter befinden. Diese verschwinden in der Regel nachdem Sie Ihren Rasen die ersten Male gemäht haben.

Zum Mähen gibt es verschiedene Arten von Rasenmähern, die Auswahl richtet sich nach der Größe der Flächen und der Intensitätsstufe des Rasens. Für einen besseren und saubereren Schnitt sorgt der Spindelmäher, im Hausgarten wird aber meistens der Sichelmäher (auch Rotationsmäher genannt) verwendet. Noch etwas neuer und vielleicht noch nicht allen bekannt ist der Mulchmäher. Dieser arbeitet im Prinzip genauso wie ein normaler Sichelmäher, der Unterschied ist nur, das dieser das Gras beim runterfallen noch einmal klein schneidet und somit liegen bleiben kann. Der Vorteil ist, dass Sie kein Schnittgut entsorgen müssen. Ein kleines Manko dabei ist, dass der Rasen sehr regelmäßig gemäht werden muss, weil der Mulchmäher sich bei zu langem Gras etwas schwer tut. 

Unkraut im Rasen

In Ihrem gepflegten Rasen stören Unkräuter. Wenn die Unkräuter überhand nehmen verdrängen diese nach und nach das Gras. Damit Ihr Rasen ein schöner grüner Teppich bleibt, sollten Sie die Unkräuter bekämpfen. Die am bekanntesten Unkräuter sind Löwenzahn, Gänseblümchen, Wegerich-Arten usw. die sich dem Rasen anpassen und ebenso dem Schnitt, das heißt Sie kriegen diese durch das mähen nicht weg. Demzufolge breiten die Unkräuter sich immer mehr aus und Sie müssen entweder eine Neuansaat in betracht ziehen oder,  wenn es noch nicht zu spät ist, mit Unkrautbekämpfungsmitteln gegen diese vorgehen.

Dafür gibt es im Fachhandel und Baumärkten speziell zugelassene Präparate die Ihnen gegen die Unkräuter in Ihrem Rasen helfen. Es gibt Spritz- und Gießmittel, Streumittel, Rasendünger mit Unkrautvernichter usw., beim Kauf sollten Sie sich dazu beraten lassen.

Beachten Sie bei der Ausbringung unbedingt die Dosierungs- und  Sicherheitshinweise !!! 

Bei den meisten Unkrautbekämpfungsmitteln wird der Wirkstoff über das Blatt aufgenommen. Deshalb sollten Sie die Ausbringung nicht vornehmen, wenn Regen zu erwarten ist oder Sie gerade gemäht haben. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass es nicht zu windig ist, da sonst andere Pflanzen schaden nehmen könnten. Bei Neuansaaten sollten Sie 4-6  Monate mit dem Einsatz  von Unkrautbekämpfungsmittel  warten, weil diese noch nicht Widerstandsfähig genug sind.

Moos und ander Störfaktoren

Großen Ärger bereitet auch immer wieder Moos im Rasen.  Das weit verbreitete Gerücht,  Kalkmangel wäre die Ursache, stimmt nicht. Es gibt verschiedene Gründe für das Auftreten von Moos. Häufige Ursache ist eine Grasnarbe mit Lücken und eine schlechte Nährstoffversorgung. Weitere Gründe sind zu tiefer Schnitt (nicht kürzer als 5 cm), zu wenig Licht und Staunässe. Viele Rasenfreunde machen sich die Mühe und vertikutieren ihren Rasen jedes Jahr, aber dadurch bekommen Sie das Moos nicht dauerhaft weg. Der Grund ist ganz einfach, weil die Ursache nicht bekämpft wird.

Um Moos auf Dauer den Gar auszumachen, müssen Sie Ihren Rasen kräftig düngen, gegebenenfalls entwässern (Staunässe) und für Bodenverbesserung sorgen! Eine andere Möglichkeit Ihr ungeliebtes Moos loszuwerden  ist es Eisensulfat auszubringen, dies sollte vor der beginnenden  Vegetation geschehen, also je nach Witterung von mitte Februar bis Anfang März.  Eisensulfat ist nicht ganz billig und Sie müssen es bei schlechten Bedingungen alle 2-3  Jahre wiederholen.

Zwei kleine Tipps zum Schluss, Sie sollten Ihren Rasen einmal im April und einmal im Juni mit Volldünger ( Blaukorn ) düngen. Ihr Rasen sollte immer gemäht in den Winterschlaf gehen, dann übersteht er Frost und Schnee besser.