Dachbegrünung Carport

Carport Dachbegrünung - So wird es gemacht

Die Dachbegrünung ist eine gute Möglichkeit Ihr Carport oder Ihren Anbau zu verschönern. Eine Dachbegrünung hat auch viele weitere Vorteile:

  • Schutz vor thermischen und mechanischen Beanspruchungen der Dachdichtungen
  • erhöht die Attraktivität von Bauwerken
  • verbessert die Lebensqualität   
  • entlasten durch das verzögerte Ablaufen die Kanalisation ( manche Städte und Gemeinden gewähren dafür sogar eine Gebührenersparnis )
  • erhält den Wert von Gebäuden
  • steigert den Wert von Gebäuden
  • schafft Lebensraum für Tiere und Pflanzen
  • filtert die Luft
  • wirkt sich positiv auf das Klima aus
  • wird Teilweise mit Zuschüssen gefördert
  • dämpft den Lärm
  • verlängert die Lebensdauer der Dachdichtung

Es gibt zwei Möglichkeiten einer Dachbegrünung, zum einen die intensive Dachbegrünung und zum anderen die extensive Dachbegrünung. Die intensive Dachbegrünung ist sehr viel aufwendiger im Bau  und bedarf einer intensiven Pflege. Sollten Sie eine intensive Dachbegrünung planen, sollten Sie sich  eine fachliche Beratung  bei einem Architekten oder einem Gartenbaubetrieb holen. Da dies nur eine Grundinformation sein soll und Sie eine derartige Begrünung ohne fachliche Hilfe nicht Bauen können, gehe darauf auch nicht weiter ein.

Die extensive Begrünung ist vom Aufbau her einfacher gehalten und bedarf nur sehr wenig Pflege. Da diese Art der Begrünung meistens bei Carports verwendet wird, möchte ich Ihnen einiges dazu,  anhand eines Carport aufzeigen.

Wie jede Baumaßnahme beginnt auch die Begrünung es Carport mit der Planung. Zunächst sollten Sie abklären, ob die Statik  für die Anlage einer Begrünung ausreichend ist, welche Brandschutztechnischen Vorschriften zu beachten sind, ob ggf. die Wärmedämmung druckstabil ist. Der nächste Schritt ist dann, sich über die Baumaterialien zu informieren. Beim Carport wird heute häufig eine einschichtige Lösung gewählt wird. Das bedeutet, dass nur eine Sorte Substrat eingebaut wird die sowohl ausreichend Wasser speichert, als auch überschüssiges Wasser abführt. Aber fangen wir jetzt von ganz unten mit dem Aufbau der Begrünung an.

Ihr Carport steht und als Dachabdichtung ist entweder eine Bitumbahn oder ein Trapezblech vorhanden. Die erste Lage des Aufbaus ist dann eine so genannte Trenn- und Schutzlage, die zu meist aus Vlies besteht. Danach kommt die Wurzelschutzbahn, diese soll verhindern, dass Wurzeln in die Dachabdichtung eindringen und so Schaden anrichten.  Wurzelschutzbahnen gibt es in verschiedenen Stärken, lassen Sie sich beim Kauf gut beraten. Die nächste Lage ist eine Trennlage wobei diese nicht zwingend notwendig ist ( hängt von der Stärke der Wurzelschutzbahn und der Art des Substrats ab ).

Jetzt kommt das Substrat. Sie sollten dazu ein spezielles Dachsubstrat auswählen. Normaler Boden ist dafür nicht geeignet! Die Aufbauhöhe beträgt bei einem Carport, je nach zulässigen Dachlasten, zwischen 5 und 10 Zentimeter. Am Rand wird meistens ein etwa 20 cm breiter Streifen mit Kiesel gelegt, das hat brandschutztechnische Gründe und soll gewährleisten, dass das überschüssige Wasser vernünftig ablaufen kann.  Ebenso wird Kiesel um Abläufe und Lüfter gemacht. Die Körnungsgröße des Kiesels beträgt meist 16/32, d. h. das die einzelnen Steine eine Größe von 165 bis 32 mm haben. Um die Wurzelschutzbahn nicht zu beschädigen, sollten Sie Rundkiesel verwenden.

Zu guter letzt bleibt noch die Bepflanzung übrig. Sie sollten Pflanzen auswählen, die der Beanspruchung auf dem Dach gewachsen sind. Eine Möglichkeit wäre Sedum ( Mauerpfeffer ), es gibt Sedum in verschiedenen Sorten und es blüht sehr schön. Sedum gibt es als Matten, die dann wie Rollrasen auf Ihrem Dach ausgelegt werden oder als Sprossen, die Sie gleichmäßig auf der Fläche ausstreuen. Als Startpilot und zur Nährstoffversorgung sollten Sie einen Langzeitdünger streuen. Die Pflege bei einer Extensiven Dachbegrünung besteht aus zwei Arbeitsgängen pro Jahr. Diese Arbeitsgänge beinhalten das entfernen von Baumsämlingen und Unkraut und Dünger streuen.